Bye, bye Hawk Eye – Die Torlinientechnik verschwindet in der zweiten Liga

Hawk-Eye

Mit dem Abstieg von Hannover 96 aus der Bundesliga folgt auch gleichzeitig der Abschied von der erst in dieser Saison installierten Torlinientechnik. Wie die Sport Bild in Ausgabe 18.2016 auf Seite 32 berichtet, wird das Erkennungssystem „Hawk Eye“ demnächst in der HDI-Arena abmontiert, da dieses in der zweiten Bundesliga nicht mehr zum Einsatz kommt.

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Trotz Interesse von Besiktas Istanbul – Kenan Karaman bleibt bei Hannover 96

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Gute Nachrichten für Hannover 96! Kenan Karaman bleibt auch in der nächsten Saison ein Roter. Der 22-jährige, türkische U-21 Nationalspieler erklärte im Sky-Halbzeitinterview, dass er mit Hannover 96 in die zweite Liga gehen wird.

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Ron-Robert Zieler wird Hannover 96 am Ende der Saison verlassen

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Es zeichnet sich deutlich ab, das 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler Hannover 96 am Ende der Spielzeit verlassen wird. Darauf deuten mehrere Aussagen, Meldungen und sportliche Entwicklungen hin.

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Was macht eigentlich…? – Jimmy Briand

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Der 30-jährige französische Stürmer Jimmy Briand verließ die Roten bekanntermaßen zum Ende der letzten Saison, nachdem sein Einjahresvertrag zum 30.06.2015 auslief. Briand wollte unbedingt wieder in seine französische Heimat zurückkehren, um wieder näher an seiner Familie zu sein. Deswegen wechselte der fünfmalige französische Nationalspieler von Hannover 96 in die Bretagne zum EA Guingamp, obwohl sich Ex-96-Sportdirektor Dirk Dufner intensiv mit einem Millionenvertrag um Briand bemühte.


Bei den Roten oft kritisiert und ausgepfiffen – In Frankreich ein Mann für Traumtore

Dass sich Briand gegen ein weiteres Engagement bei 96 entschied, war in den Augen mancher Fans nicht so tragisch, da die ehemalige Nummer 21 unter Zuschauern oft kritisch beäugt und teilweise sogar ausgepfiffen wurde. Dies lag insbesondere an seinen eher unglücklichen Auftritten unter Trainer Tayfun Korkut, welcher Briand regelmäßig auf der rechten Außenbahn einsetzte. Auf dieser Position konnte der damalige Neuzugang von Olimpique Lyon nie richtig glänzen und wurde eben für seine misslungenen Flanken und Torschüsse von den heimischen Zuschauern ausgepfiffen und für nicht bundesligatauglich befunden.

Erst unter Michael Frontzeck spielte Briand auf seiner gewohnten Position im Sturmzentrum, wo er einen deutlich engagierteren und effektiveren Eindruck hinterließ. Nicht nur das, Briand erwies sich zum Ende der letzten Saison als wichtige Stütze gegen den Abstieg. Er erzielte am 31. Spieltag den wichtigen 1:2 Anschlusstreffer beim späteren 2:2 in Wolfsburg und bereitete in den letzten drei entscheidenden Spielen alle vier Tore vor! Damit verließ der Franzose Hannover 96 mit einer Bilanz von 29 Spielen, drei Toren und acht Torvorlagen.

Bei seinem neuen Arbeitgeber EA Guingamp erweist sich der Mann aus Vitry-sur-Seine als absoluter Glücksgriff! Briand erzielte in elf Ligue 1 Partien bisher drei Tore und bereitete drei weitere vor. Und was für Treffer es waren!


Das erste Marke Klaus Fischer zum 2:1 gegen GFC Ajaccio und das zweite im Stile von Szabolcs Huszti – wie einst gegen Werder Bremen – per Seitfallzieher zum 1:0 gegen den FC Lorient.

Briand hat scheinbar sein Glück in seiner Heimat wiedergefunden. Ihm dafür weiterhin alles Gute. Traurigerweise hätte 96 einen solchen treffsicheren und engagierten Mittelstürmer aktuell gut gebrauchen können…

Rauswurf ohne erkennbare Gründe? – Wird Dirk Dufner von den Medien aus seinem Amt als Sportdirektor geschrieben?

Bereits seit mehreren Wochen wird in vielen regionalen und überregionalen Medien über ein ausscheiden Dirk Dufners aus seinem Amt als Sportdirektor von Hannover 96 spekuliert. Der 47-jährige Fußball-Funktionär muss laut übereinstimmenden Medienberichten seinen Posten zum Abschluss der Saison räumen, da ihm eine schwache Transferpolitik vorgeworfen wird. Trotz der Rekordinvestitionen von elf Millionen Euro konnte das zusammengestellte Team nicht ansatzweise die gewünschten sportlichen Ziele erreichen und geriet gar zuletzt in arge Abstiegsnöte. Erst am letzten Spieltag konnten sich die Roten mit einem zitterigen 2:1 Erfolg gegen Dufners Ex-Team SC Freiburg durchsetzen und so den Super-Gau Abstieg in die zweite Bundesliga verhindern.

Über mögliche Nachfolger wird auch schon eifrig diskutiert, so werden die Namen Andreas Rettig, Martin Bader und Oliver Kreuzer genannt. Dabei besitzt Dirk Dufner noch einen Vertrag bis zum 30.06.2016 und weder er selbst noch andere 96-Verantwortliche senden klare Signale für eine bevorstehende Trennung aus.

Keine Anzeichen für eine Entlassung, aber die Medien berichten von einem bevorstehenden Rauswurf – Wird Dirk Dufner von den Medien aus seinem Amt als Sportdirektor geschrieben? 

Obwohl es somit bisher keine Eindeutigen Indizien oder Gründe für eine Amtsenthebung Dufners gibt, schreibt Sport1 von einem bevorstehenden Rauswurf Dufners. Der Artikel auf Sport1.de bezieht sich dabei auf Aussagen Martin Kinds im NDR Sportclub zur letztjährigen Transferpolitik des Clubs. Wörtlich sagte Kind im NDR zur letzten Transferperiode: „Da ist vieles aufzuarbeiten. Dies war ein Jahr der Stagnation, und Stagnation bedeutet Rückschritt“. Gut, Kind äußert sich nachdenklich zu den letzten vorgenommen Transferaktivitäten von Hannover 96. Doch wo lässt sich in diesem Zitat ein Hinweis auf eine Kritik zu Dirk Dufner ableiten oder wo deutet sich in diesem Zitat ein möglicher Rauswurf von ihm an? Richtig, nirgendwo lässt sich hier ein Indiz zur Absetzung des aktuellen 96-Sportdirektors finden. Dennoch werden diese Äußerungen des 96-Präsidenten aus dem Kontext gerissen und dafür genutzt, um eine Beurlaubung des gelernten Juristen in der 96-Chefetage anzudeuten.

Dabei wirkt es mehr als ob Sport1 oder auch andere Medien mit ihrer negativ konnotierten Berichterstattung bezüglich der Personalie Dufner an einer durch medialen Druck aufgebauschten, tatsächlichen Entlassung Dufners arbeiten, als konkrete Fakten oder deutlichere Hinweise für eine tatsächliche Absetzung Dufners vorzubringen. Wenn die BILD in der heutigen Ausgabe von einer „öffentlichen Kampagne“ gegen Dufner schreibt, dann liegt sie mit dieser Sichtweise wohl nicht so verkehrt. Denn auch wenn Dirk Dufner bei den eigenen Fans nicht mehr sonderlich beliebt sein dürfte („Dufner raus“ – Rufe im Stadion beim Spiel gegen den SC Freiburg), seine personalpolitischen Entscheidungen durchaus kritisch zu beäugen sind und auch sein Verhältnis zu den Medien und Medienvertretern angespannt sein könnte, so ist es dennoch angebracht fair mit dem aktuellen Sportdirektor von Hannover 96 umzugehen und nicht für grundlose und vor allem fehlerhaft interpretierbare, negative Stimmung zu sorgen, um eine Entlassung durch äußeren Druck von Fans und Medien herbeizuführen. Bei aller Kritik, die man letztlich an der Arbeit Dirk Dufners äußern mag, aber einen solchen unrühmlichen und vor allem unfairen Abgang hat er nicht verdient.

Eine komplette Halbserie ohne Sieg? – In Augsburg kann dies bittere Realität werden

Nach dem 1:1 gegen den SV Werder Bremen sind es bereits schon 16 Partien ohne einen Dreier. Im schwäbischen Augsburg könnte mit der 17. Partie in Folge ohne Sieg, die Negativbilanz einer kompletten Halbserie ohne Sieg erreicht werden. Das hat schon fast tasmanische Züge, welche 31 Partien am Stück ohne Sieg blieben und damit wohl den Negativrekord in der Bundesliga nahezu für immer gepachtet haben dürften. Hinter Tasmania Berlin rangieren noch BW 90 Berlin (1986/87), Dynamo Dresden (1994/95) und der 1. FC Kaiserslautern (2011/12) mit 21 Partien ohne Erfolg. Ganz so schlimm ist es und wird es bei den Roten dann letztendlich dann doch nicht sein, da sie entweder in den kommenden zwei Wochen einen Sieg einfahren oder eben den bitteren Gang in Liga zwei antreten werden müssen. Der persönliche Negativrekord kann sich also maximal auf „nur 18 Partien ohne Sieg“ erstrecken. Und trotzdem kann auch ohne Sieg in den zwei verbleibenden Spielen der Klassenerhalt erreicht werden, ja wenn…

Sieglos zum Klassenerhalt – Wenn die Konkurrenz hilft ohne helfen zu wollen

18 Spiele ohne Sieg am Stück und trotzdem noch Erstklassig? Ja, Hannover 96 könnte in dieser Saison dieses Kunststück gelingen, wenn die Konkurrenz im Tabellenkeller ordentlich mithilft. Gewinnt der SC Paderborn seine zwei schweren Spiele gegen Schalke und Stuttgart nicht, so steigen sie nach aktueller Tabelle ganz sicher ab, ohne dass 96 in den kommenden zwei Wochen etwas zählbares einfahren müsste. Rechnet man dann jedoch weiter, so fällt auf, dass die Truppe von Trainer Michael Frontzeck mindestens zwei Unentschieden aus den zwei verbleibenden Begegnungen benötigt, um nicht direkt abzusteigen. Verliert Stuttgart gegen Hamburg und holt nur ein Unentschieden gegen Paderborn, so ist mit zwei Remis der Klassenerhalt oder zumindest die Relegation für die Roten möglich. Die Frage Relegation oder direkter Ligaverbleib hängt dann vom Hamburger SV und dem SC Freiburg ab. Gewinnen oder holen die Breisgauer nicht mindestens ein Unentschieden gegen den Rekordmeister aus München, so reicht 96 eine Punkteteilung gegen die Freiburger am letzten Spieltag daheim, um den Verbleib in der ersten Liga zu sichern. Also auch zwei Unentschieden und damit die Sieglosigkeit bis zum Ende der Spielzeit muss nicht unbedingt im Abstieg münden. Dennoch macht ein Sieg aus den zwei Partien alles deutlich einfacher ohne mögliche Rechenkonstellationen durchspielen zu müssen. Es geht ja als nächstes nach Augsburg. Augsburg? Hm…da war doch was?

Ausgerechnet Augsburg! – Historiker rekonstruieren den letzten 96-Sieg

Wann war eigentlich der letzte Sieg von Hannover 96, mag sich der ein oder andere aktuell fragen. Gefühlt liegt dieser scheinbar schon eine halbe Ewigkeit zurück, sodass der ein oder andere schon einen Historiker einschalten wollte, um mit Hilfe von Archivaren und Zeitzeugen den letzten Erfolg der Roten zu rekonstruieren. Blättert man die Statistik und Datenbanken der aktuellen Spielzeit durch, so wird man am 16. Dezember 2014 fündig. An diesen kalten Dienstagabend traf Hannover 96 auf den FC Augsburg im eigenen Stadion und gewann ungefährdet mit 2:0 durch ein Kopfballtreffer von Salif Sané in der 20. Minute und einen verwandelten Foulelfmeter von Joselu in der 55. Minute. An diese Partie erinnere ich mich persönlich sehr gut, da dieser Tag als mein Debut als Blindenreporter bei Hannover 96 in die Geschichte eingehen sollte. Doch weder ich, noch Ex-Trainer Tayfun Korkut, die Mannschaft oder sonstwer hätten zu diesem Zeitpunkt geglaubt, dass dies der letzte Dreier für eine lange Zeit sein würde. Damals stand das Team noch auf dem achten Tabellenplatz, Hoffnungen auf die Europa League Plätze wurden laut kommuniziert und niemand hätte jemals das Wort Abstiegskampf oder gar Abstieg in den Mund genommen. Ironie des Schicksals trifft man genau fünf Monate später am 16.05.2015, surprise, surprise auf den FC Augsburg im Schwabenländle. Schließt sich hier auf den Tag genau der Kreis des Schicksals? Ein scheinbar passenderer Zeitpunkt diese Negativserie abzulegen hätte sich ein Drehbuchautor auch nicht besser ausdenken können. Und die Zeichen stehen nicht schlecht, da Hannover 96 noch nie gegen Augsburg verloren hat! Vier Siege und drei Remis stehen bei den bisher sieben ausgetragenen Duellen zu Buche. Das letzte Spiel gewannen die Roten ja bekanntlich und auch die letzte Begegnung in Augsburg ging immerhin 1:1 aus. Somit dürfte zumindest die Hoffnung auf etwas zählbares aus Nordbayern vorhanden sein. Egal, wie es ausgeht viele Möglichkeiten zum Klassenerhalt verbleiben wohl noch bis zum letzten Spieltag gegen den SC Freiburg, wo es zum alles entscheidenden Showdown kommen könnte. Die Roten packen das! Aber meiner Meinung nicht rechnerisch erst am 34. Spieltag, sondern bereits eine Woche zuvor, am 33. Spieltag in Augsburg. Die Negativserie reißt auf den Tag genau nach fünf Monaten und wieder einmal heißt der Gegner FC Augsburg!

Raus aus der Abstiegskrise! – 96 braucht einen schnellen Dreier!

Nichts war es am Freitag mit dem ersten Sieg im Jahr 2015 und dem langersehnten und wichtigen Dreier im Abstiegskampf. Dabei waren die Roten trotz sehr schwacher Leistung durch das Stochertor von Christian Schulz in der 75. Minute doch auf einem guten Weg, die Zeit von elf sieglosen Spielen endlich zu durchbrechen. Doch die eigene Passivität nach der Führung und ein schöner Treffer von Valentin Stocker in der 83. Minute verhinderten den Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller.

Wieder nur ein Unentschieden und das in einem Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Das ist deutlich zu wenig im Hinblick auf die verbleibenden Spiele der kommenden Wochen. Nächste Woche tritt die Elf von Trainer Tayfun Korkut in Leverkusen an, danach folgt die Heimpartie gegen Hoffenheim und am 31. Spieltag wartet eine schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellenzweiten aus Wolfsburg. Gegen diese drei Mannschaften wird es bei den aktuell gezeigten Leistungen wohl nur wenig bis gar keine Punkte geben, sodass sich im absolut negativen Verlauf Hannover 96 nach diesen Partien auf einem Abstiegsplatz wiederfinden könnte. Danach in den verbleibenden zwei bis drei Spieltagen noch die Rettung zu schaffen, ist zwar dann wohl immer noch möglich, jedoch bleibt fraglich ob dies dann auch immer noch aus eigener Kraft oder nur mit Hilfe der anderen Teams erreicht werden kann. Somit ist jeder erzielte Sieg in den nächsten Begegnungen sprichwörtlich Gold wert, um sich frühzeitig aus der Abstiegszone zurück zu ziehen.

Natürlich ist positiv zu vermerken, dass dieser Punktgewinn am Freitag gegen die Hertha aus Berlin noch sehr wichtig werden kann in der Endabrechnung der Tabelle. Dieser eine Zähler kann im extremsten Fall zwischen Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden, sodass man vielleicht in der Rückschau noch einmal sehr glücklich sein wird, diesen Punkt geholt zu haben. Doch die Mannen im 96-Dress verpassten die große Chance frühzeitig einen ersten großen Schritt zum Klassenerhalt zu machen bzw. diesen vielleicht schon perfekt zu machen.

Um also aus der Abstiegskrise endlich zu entrinnen braucht 96 einen schnellen Dreier!

Und dieser hat gleich mehrere positive Wirkungen auf das Team und die aktuelle sportliche Gesamtkonstellation:

Den Kopf frei bekommen

Ein Sieg nach nun mehr 12 sieglosen Spielen ist unglaublich wichtig für die Roten, um das eigene Selbstvertrauen wieder zu finden und den Kopf vom aktuellen Negativtrend zu befreien. Fußball ist Psychologie, da kann ein Sieg neue Kräfte entfalten und das Team befreiter aufspielen lassen. Um einen solchen Effekt in dieser Saison wahrnehmen zu können, muss man nur nach Bremen schauen. Ein bis zwei Siege in Serie und schon hat man einen kleinen positiven Lauf. Tore lassen sich dann leichter erzielen und man hat in solchen Situationen oftmals auch das Glück in den entscheidenden Situationen auf seiner Seite. Der Frust kann und soll sich sprichwörtlich von der Seele „geballert“ werden.

Ein Sieg könnte schon für den Klassenerhalt reichen

Auch wenn man es nicht glauben mag, aber ein einziger Dreier könnte bereits zum Klassenerhalt reichen. Vorausgesetzt die Konkurrenten in der Abstiegszone helfen mit und punkten auch so gut wie gar nicht mehr. Und das ist bei Betrachtung der letzten Jahre übrigens auch gar nicht so unrealistisch. Der HSV ging im letzten Jahr mit nur 27 Punkten in die Relegation. Die Hamburger holten in der letzten Saison unter Ex-96-Coach Mirko Slomka nur einen Sieg in den letzten sechs Spielen. Vor zwei und drei Jahren reichte der TSG Hoffenheim und Hertha BSC 31 Punkte für die Relegation. Die Sinsheimer holten aber auch im Schlussspurt kräftig auf und machten acht Punkte in den letzten sechs Spielen gut. Die Berliner schafften unter dem damaligen Trainer Otto Rehagel noch am letzten Spieltag den Sprung auf Platz 16. Dabei gab es eine Punkteausbeute von fünf Zählern in den letzten sechs Partien. 32 Punkte können also schon problemlos zum Klassenerhalt reichen, auch ohne den Umweg über die Relegation zu gehen. Ein Sieg von 96 ist dafür aber möglichst schnell nötig, um sich mit 32 Punkten vielleicht schon frühzeitig zu retten.

Druck auf die Mitkonkurrenten setzen

Ein schneller Dreier hilft, um die Mitkonkurrenten im Tabellenkeller unter Druck zu setzen. Wenn man selbst gewinnt kann man nicht nur einmal kurz durchatmen, sondern setzt auch die anderen Mitstreiter unter psychologischen Druck. Diese müssen ja möglichst fix nachziehen und viele Mannschaften können mit diesen teils ungewöhnlichen Drucksituationen nicht umgehen. Sie zerbrechen daran oder scheitern trotz großer Mühe an eben doch starken Gegnern im Schlussspurt der Liga. Mit einem flotten Dreier reicht man bildlich gesprochen den „Schwarzen Peter“ Abstieg in die zweite Liga an ein anderes Team weiter. Entweder reicht die betroffene Elf diesen ebenfalls noch mit sportlichen Erfolgen an eine andere Mannschaft weiter oder behält diesen bis zum Schluss und muss konsequenterweise den bitteren Gang in das Unterhaus des deutschen Fußballs antreten.

Also her mit dem schnellen Dreier liebe Roten, um der Abstiegskrise fix von der Schippe zu springen.